Rückblick: Europäische Pluralitätskompetenz statt Zusammenhaltsfantasien!

Über die Potentiale der Differenz im Zusammenspiel von Religionen, Weltanschauungen und Gesellschaft

Unsere erste öffentliche Abendveranstaltung in Präsenz seit Pandemiebeginn widmete sich am vergangenen Mittwoch, dem 06.07.2022, in der Berliner Elisabeth Kirche dem Thema „Europäische Pluralitätskompetenz statt Zusammenhaltsfantasien! Über die Potentiale der Differenz im Zusammenspiel von Religionen, Weltanschauungen und Gesellschaft“. Im Rahmen des Netzwerks Religion & Demokratie loteten wir gemeinsam mit der Eugen-Biser-Stiftung die Möglichkeiten einer produktiven gesellschaftlichen Kohäsion aus, die aus ihren Unterschieden und ihrer Pluralität entstehen kann.

Bis heute gehen viele Vorstellungen von gesellschaftlichem Zusammenhalt von Gemeinsamkeit und Homogenität aus: gemeinsame Geschichte, Kultur, Traditionen, gleicher Alltag, gleiche Feiertage und Lebensrhythmen – wenn nicht in allem, so sollte die Gesellschaft doch wenigstens in vielen Aspekten verbunden sein. Die Debatte, was das Verbindende sein kann oder sollte, ist seit Jahren im Gange. Zugleich erleben wir eine wachsende Sichtbarkeit gesellschaftlicher Unterschiedlichkeiten und Pluralität.

Nach der Begrüßung durch Stefan Zinsmeister, Vorstandsmitglied der Eugen-Biser-Stiftung, und Jo Frank, hatten zehn Teilnehmer*innen und Alumni*ae der Dialogperspektiven die Möglichkeit, den Panelist*innen Leitfragen für den Abend per Videobotschaft zu stellen. Diese wurden anschließend von der Journalistin und Filmemacherin Melina Borčak und dem Religionsphilosophen und Islamwissenschaftler Prof. Ahmad Milad Karimi diskutiert. Moderiert wurde das Gespräch von der Journalistin Dinah Riese. Gerahmt wurde es durch eine Menti-Umfrage, worin die anwesenden Besucher*innen jeweils zu Beginn und am Ende ihren Haltungen zu gesellschaftlicher Pluralität, der Rolle religiöser und weltanschaulicher Akteur*innen für und bisher geltende Annahmen über gesellschaftlichen Zusammenhalt reflektieren und anonym mit allen Anwesenden teilen konnten. Am Ende zeigte sich, dass manche Frage und Unsicherheit im Gespräch gelöst oder abgemildert werden konnte.

Der Abend klang bei einem Empfang und der Fortführung der auf dem Podium angestoßenen Debatten aus.

Video der Paneldiskussion

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˝The programme makes possible something that is all too rare in our society these days: speaking and having discussions across borders, not about each other, but with each other. That can be a hard slog at times, but at the same time the format makes space for follow-up questions and deeper conversations that are only possible through trust on all sides.

Felix, DialoguePerspectives alumnus

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